Indoktrinationsfreie Zone

Indoktrinationsfreie Zone

"Sexualpädagogik der Vielfalt" darf keine Schule machen!

Mitmachen
11.379
und mehr erreichen
> 15.000

Petition an das Sozialministerium in Schleswig-Holstein

'Sexualpädagogik der Vielfalt'

Sehr geehrte Frau Ministerin Alheit,

mit Entsetzen habe ich die von Ihrer Regierung in Auftrag gegebenen Grundschulmaterialien („Methodenschatz Echte Vielfalt unter dem Regenbogen“) zur Kenntnis genommen, die auf den Landtagsbeschluss „Miteinander stärken, Homophobie und Diskriminierung bekämpfen“ hin entwickelt worden sind. In diesen Unterrichtsmaterialien werden nicht nur die normale Familie wahrheitswidrig zur Randerscheinung degradiert und Patchwork-Konstellationen als unproblematisch beschönigt, sondern sogar Leihmutterschaft, die in Deutschland bei Strafe verboten ist, als richtig und gut verharmlost, ebenso wie polygame Verhältnisse. Dies stellt eine massive Gefährdung der Identitätsentwicklung der Kinder dar.

Schon jetzt werden die aktuellen Lehrpläne in Religion, Ethik und Geschichte den Themen Antidiskriminierung und Toleranz hinreichend gerecht. Die o.g. Unterrichtsinhalte zur ‚sexuellen Vielfalt‘, mit deren Ausarbeitung noch dazu schulferne Interessengruppen - hier dem Lesben- und Schwulenverband Schleswig-Holstein (LSVD) - betraut wurden, verstoßen dagegen deutlich gegen das vom Bundesverfassungsgericht bestätigte Indoktrinationsverbot (BVerfGE 47, 46), dem die Schule unterliegt.

Ich fordere Sie daher auf, diese Materialien zu verwerfen und die Zusammenarbeit mit Lobbygruppen wie dem LSVD zu beenden.

Mit freundlichen Grüßen

Hintergrund

Nach Hamburg, NRW, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen will nun auch die Schleswig-Holsteinische Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW ‚sexuelle Vielfalt‘ in den Grundschulunterricht implementieren. Dafür hatte der Kieler Landtag Anfang 2014 im Windschatten der Bildungsplan-Aufregung in Baden-Württemberg den vergleichsweise harmlos klingenden Beschluss „Miteinander stärken, Homophobie und Diskriminierung bekämpfen“ gefasst. Ein Unterpunkt dieses Papiers bezieht sich auf die Schule. Für die Erarbeitung der Unterrichtsmaterialien beauftragte die Landesregierung den Lesben- und Schwulenverband Schleswig-Holstein (LSVD) und stellte 20.000 € zur Verfügung.

Im Methodenschatz „Echte Vielfalt unter dem Regenbogen“, den das Kieler Petze-Institut für den LSVD erstellt hat, heißt es in einem Diktattext für die dritte Klasse:

„Familien sind verschieden. Manchmal gibt es einen Papa oder eine Mama. Hin und wieder gibt es einen Papa und eine Mama. (…) Manchmal gibt es zwei Mamas oder zwei Papas. Gelegentlich gibt es einen Papa, der früher einmal eine Frau war oder eine Mama, die früher einmal ein Mann war (…)“.

Die natürliche Familie wird zur Minderheit degradiert und gleichwertig eingereiht in einen Reigen aus lauter tollen und bunten Regenbogenidyllen. Dabei wachsen dreiviertel aller Kinder bei ihrer Mutter und ihrem Vater auf. Und da wo dies nicht der Fall ist, leiden die allermeisten Kinder unter der Trennung vom leiblichen Elternteil. Weiter heißt es:

„Meine Mama Loris kommt aus Dänemark und hat dort Samenzellen von einem netten Mann bekommen. Dann bin ich in ihrem Bauch aufgewachsen. In Deutschland hat mich dann meine Mama Dani adoptiert“. (…) „Zusätzlich zu meinen Eltern gibt es in meiner Familie noch Robin und Noa. Robin ist die Liebste meines Papas und Noa ist die beste Freundin meiner Mama.“

Leihmutterschaft macht das Kind zur Ware und die Mutter zur Produktionsmaschine und ist in Deutschland bei Strafe verboten. Im Diktat-Text wird sie aber als richtig und gutverharmlost, ebenso wie polygame Verhältnisse. Abgesehen davon, dass derlei Ausführungen Grundschulkinder zutiefst verunsichern und überfordern, wird hiermit eindeutig gegen das Indoktrinationsverbot (BVerfGE 47, 46) verstoßen.

Aus dem Sozialministerium hieß es, die Materialsammlung sei nicht abgenommen und zur Überarbeitung zurückgegeben worden. Allerdings war man sich auf der „Jahreskonferenz zum Aktionsplan Echte Vielfalt“, die im letzten Jahr in Anwesenheit der Landessozialministerin Kristin Alheit (SPD) im Kieler Landtag stattfand, noch sehr sicher, dass sich das Material problemlos in bestehende Unterrichtsformate integrieren ließe und man so „Widerstand der Eltern wie in Stuttgart vermeiden“ könne (Ursula Schele, Leiterin Petze-Institut). 

Ohne Rücksicht auf das im Grundgesetz verankerte Erziehungsrecht der Eltern und die Empfindsamkeit und das Schamgefühl des Kindes wird in immer mehr Bundesländern die ‚Pädagogik der sexuellen Vielfalt‘ zum Pflichtprogramm in Schulen und Kindergärten gemacht. Und überall geschieht dies ganz unverhohlen in engster Zusammenarbeit mit Lobbygruppen, wie z.B. SchLAu- (Schwul-, lesbisch, bi-, trans-Aufklärung) Gruppen oder dem LSVD.

Obwohl Schule zur Neutralität verpflichtet ist, werden diese Interessengruppen von den Landesregierungen beauftragt, Unterrichtsmaterialien zu erarbeiten oder sogar Vertreter direkt in die Schulen zu schicken, um unter dem Deckmantel der Antidiskriminierung die Kinder dort nach ihrem Gusto sexuell-vielfältig zu „bilden“ und zu erziehen. Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Dr. Jakob Pastötter, warnte in einem Interview vor fatalen Schäden, die die „Pädagogik der sexuellen Vielfalt“ bei den Kindern verursachen könne. Es gebe immer wieder „Rückmeldungen von Eltern (…), die von emotionaler/intellektueller Überforderung und sogar von Ekelreaktionen“ ihrer Kinder berichteten. Deshalb, schließt Pastötter, hätten solche Methoden „in der Schule nichts verloren, weil Schule in Deutschland gesetzlichen Pflichtcharakter hat.“

Wir fordern die schleswig-holsteinische Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) deshalb dringend auf, diese Materialien zu verwerfen und die Zusammenarbeit mit Interessengruppen, wie dem LSVD, zu beenden.

Machen Sie jetzt mit und unterschreiben Sie die Online-Petition gegen die Unterrichtspläne der Regierung in Schleswig-Holstein.

Eine Aktion der Initiative Familienschutz - www.familien-schutz.de.

News zu dieser Kampagne

Online-Petition »’Sexualpädagogik der Vielfalt’ darf keine Schule machen« gestartet

Die Schleswig-Holsteinische Landesregierung aus SPD, Grünen und SSW plant, ´sexuelle Vielfalt` in den Grundschulunterricht zu implementieren. In den dafür ausgearbeiteten Unterrichtsmaterialien wird die natürliche Familie zur Minderheit degradiert und Leihmutterschaft und polygame Verhältnisse als richtig und gut verharmlost. Dagegen hat die Initiative Familienschutz eine Online-Petition gestartet.
mehr