SPD will Ehegatten-Splitting abschaffen, mehr Frauen sollen von Teilzeit zu Vollzeit wechseln

Die SPD will wie die Union mehr Bürger, die in Teilzeit arbeiten, in Vollzeit bringen. Dazu werden das Ehegatten-Splitting und Teilzeit-Arbeits-Konzepte angegriffen. Für Familien, in denen die Mütter ihre Kinder betreuen wollen, wird es schwieriger.
SPD-Chef, Vize-Kanzler und Finanzminister Lars Klingbeil hat seine Ideen für Reformen vorgestellt. Er steht unter Druck. Denn der Bundeshaushalt muss bis 2029 große Milliardenlöcher schließen.
Klingbeil meint wie Merz, dass wir zu wenig arbeiten
Ebenso wie Kanzler Friedrich Merz, der herumjammert, dass die Deutschen zu wenig arbeiten würden, will auch Klingbeil, dass die Bürger mehr arbeiten, damit die Haushaltslöcher des Bundeshaushaltes geschlossen werden können.
Man müsse den Bürgern mehr abverlangen, heißt es. Er spricht von "Mut" und dass man "Gewohnheiten" aufgeben und "Blockaden auflösen" solle. Ihm ist es ein Dorn im Auge, dass viele Deutsche zu früh in Rente gehen; die Frührente solle weg.
SPD will gegen Teilzeit-Jobs ankämpfen und ignoriert die Befürfnisse von kinderreichen Familien
Was sowohl Klingbeil und Merz nicht passt, sind die vielen Menschen, die in Teilzeit arbeiten. Dass es für Familien ein großer Vorteil ist, wenn Mutter (oder Vater) in Teilzeit arbeiten, um noch genügend Zeit für die Familie und Kinder zu haben, die betreut werden müssen, liegt auf der Hand.
Für die SPD ist die klassische Familie schon lange kein tragbares Modell mehr. Die SPD will möglichst viele Frauen im Hamsterrad der Berufswelt sehen und verkauft dies als "Karriere" und "Freiheit". Doch die Berufswelt ist eine Pyramide: An der Spitze sind wenige, unten sind viele. Viele Mütter, die tagsüber als Verkäuferin im Supermarkt oder als Arbeiterin in der Fabrik arbeiten, würden lieber mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen.
Doch es ist das Ziel der SPD, dass vor allem Ehefrauen und Mütter ihre Berufstätigkeit aufstocken. Klingbeil erklärte wörtlich: "Ich will steuerliche Fehlanreize beseitigen, die vor allem Frauen in der Teilzeitfalle halten. Ich will das Ehegatten-Splitting in seiner heutigen Form für zukünftige Ehen abschaffen."
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