„Sexuelle Verwahrlosung ist Teil des linken Kulturkampfs und Missbrauch der Kinder“

Der Vorfall an einer Oberschule im sächsischen Schleife hat eine breite Debatte ausgelöst und wird von Kritikern als Hinweis auf grundsätzliche Probleme im deutschen Bildungssystem gewertet. Die Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch äußerte sich in einem Video ausführlich dazu und ordnete das Geschehen in einen größeren gesellschaftlichen Zusammenhang ein.

Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema „Mut“ wurden vierzehnjährige Schüler einer neunten Klasse mit pornografischem Material konfrontiert. Zwei nicht-binäre Aktivistinnen traten im Zuge eines Theaterprojekts der Jugendorganisation „Die Falken“ auf, das nach Angaben von Kritikern auch mit der Amadeu Antonio Stiftung in Verbindung stand. Den Schülern wurden dabei unter anderem explizite sexuelle Darstellungen, einschließlich homosexueller Pornografie, gezeigt. Dies geschah ohne Wissen und Einverständnis der Eltern sowie ohne Anwesenheit regulärer Lehrkräfte. Nach Beschwerden von Eltern wurde das Projekt noch am selben Tag abgebrochen. Die Polizei ermittelt inzwischen wegen des Verdachts der Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige.

Nach Einschätzung von Beatrix von Storch handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall, sondern um ein Symptom tieferliegender Entwicklungen. Sie formulierte: „Es zeigt sich im Kleinen, wie tief Deutschland im Großen gesunken ist.“

Vergleich mit internationalen Entwicklungen

In ihrer Bewertung stellt sie einen Vergleich mit Ländern wie China und Indien an. Während dort der Fokus auf technische und naturwissenschaftliche Ausbildung gelegt werde, sieht sie in Deutschland eine Verschiebung hin zu gesellschaftspolitischen Themen. Dies wirke sich ihrer Ansicht nach auch auf die internationale Wahrnehmung Deutschlands aus.

Auffällig sei zudem, dass sich der Vorfall nicht in klassisch links regierten Bundesländern ereignet habe, sondern in Sachsen, einem Bundesland, das seit Jahrzehnten von der CDU geführt wird.

Hintergrund der beteiligten Organisationen

Von Storch äußert auch Kritik an den beteiligten Organisationen. Die Amadeu Antonio Stiftung wird von ihr im Zusammenhang mit politischen Positionen und ihrer Geschichte thematisiert, ebenso die Jugendorganisation „Die Falken“, die sie als sozialistisch einordnet. Ihrer Darstellung zufolge sei der Schule bekannt gewesen, mit welchen Partnern sie zusammenarbeitet.

Einordnung als gesellschaftliche Entwicklung

In ihrer Analyse bezeichnet von Storch solche Vorfälle als Teil einer langfristigen gesellschaftlichen Entwicklung, die ihrer Ansicht nach bis in die späten sechziger Jahre zurückreicht. Sie verweist dabei auf verschiedene historische und aktuelle Debatten, die sie als zusammenhängend betrachtet.

Nach ihrer Darstellung hätten diese Entwicklungen auch Auswirkungen auf Jugendliche, etwa im Hinblick auf Identitätsfragen, psychische Belastungen und schulische Leistungen.

Forderung nach gesellschaftlicher Neuausrichtung

Abschließend fordert Beatrix von Storch grundlegende Veränderungen. Neben politischen Reformen sieht sie insbesondere eine „geistig-moralische Wende“ als notwendig an. Ihrer Ansicht nach sollten in Schulen wieder stärker klassische Werte vermittelt werden, die sie mit Begriffen wie Gott, Familie, Freiheit und Vaterland beschreibt.

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