Lauterbach fordert, dass die WHO den Klima-Notstand nach dem Corona-Vorbild ausrufen soll

Der SPD-Politiker gehört einer Expertenkommission an, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO die Ausrufung eines "gesundheitlichen Notstands von internationaler Tragweite" verlangt, vergleichbar mit der höchsten Alarmstufe zu Beginn der Corona-Pandemie.
Die katastrophalen Erfahrungen mit den Corona-Lockdowns waren wohl nicht genug: Karl Lauterbach fordert nun, die Klimakrise als globalen Gesundheitsnotstand einzustufen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO solle einen "gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite" ausrufen.
Expertenkommission drängt auf mehr Macht für die WHO
Die elfköpfige "Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit" wurde vom Europa-Büro der WHO eingesetzt und steht unter Leitung der ehemaligen isländischen Premierministerin Katrín Jakobsdóttir.
Neben Lauterbach gehört auch die frühere EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard dazu. Die Gruppe warnt in einem Bericht vor massiven Folgen des Klimawandels für die menschliche Gesundheit, darunter Hitzewellen, Extremwetter und damit verbundene Risiken.
Lauterbach betont, der Klimawandel müsse deutlich höher auf der Agenda der WHO stehen. Die Kommission schlägt unter anderem ein Informationszentrum vor, das Regierungen mit Daten versorgen und Argumente gegen Klimaskeptiker liefern soll. Zudem soll die WHO regelmäßig prüfen, wie gut die Gesundheitssysteme der Mitgliedstaaten auf den Klimawandel vorbereitet sind.
Forderung nach neuen Befugnissen
Bisher erlaubt das Regelwerk der WHO keine solche Notstandserklärung wegen Klimaveränderungen. Die Kommission fordert eine Änderung, damit die Organisation bei künftigen Hitzewellen oder anderen Krisen koordinierte Maßnahmen einleiten kann. Die WHO-Versammlung in Genf beginnt zeitnah.
Klimarat hatte zuvor seine eigenen Einschätzungen abgeschwächt
Kritiker verweisen darauf, dass einige Klimaszenarien in letzter Zeit abgeschwächt wurden. Hinzu kommen all die Szenarien, bei denen die Folgen weitaus weniger dramatisch sind, als medial in den letzten Jahren dargestellt.
Der Weltklimarat der UN, der "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC), hat sein Modell RCG8.5 selbst als unplausibel eingestuft. Medien, Behörden und internationale Institutionen haben jahrelang bevorzugt mit diesem Extremszenario gearbeitet, obwohl Experten bereits früh auf dessen mangelnde Realitätsnähe hingewiesen hatten.
Lauterbach und die Kommission setzen sich über neue ICCP-Einstufung hinweg
Dennoch sieht die Kommission im Klimawandel eine angeblich akute Bedrohung für Sicherheit, Gesellschaft und Gesundheit weltweit. Lauterbach und seine Mitstreiter drängen auf rasches Handeln: Abwarten sei keine Option.
Für die Wirtschaft und Milliarden Menschen besteht nun die Gefahr, dass drastische globale Lockdowns und Maßnahmen umgesetzt werden, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Von Fahrverboten, Reiseverboten oder massiven Einschränkungen für die Wirtschaft kann dann alles möglich sein.
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