Afghane sticht plötzlich auf Zeugen Jehovas ein – nur mutige Passanten verhindern Schlimmeres

Würzburg steht erneut unter Schock. Ende Februar kam es im Eingangsbereich des Hauptbahnhofs zu einer brutalen Messerattacke. Ein Mann aus Afghanistan griff dort plötzlich drei Zeugen Jehovas an, die gerade Broschüren verteilten und mit Passanten sprachen.

Es war kurz vor acht Uhr morgens, als der Angriff geschah. Drei Männer im Alter von einundfünfzig, fünfundfünfzig und achtundsechzig Jahren standen mit ihrem Informationsstand in der Bahnhofshalle. Ohne Vorwarnung näherte sich ein fünfunddreißigjähriger Afghane – und zog plötzlich ein Messer.

Augenzeugen berichten, dass der Angreifer mehrfach in Richtung des achtundsechzigjährigen Mannes zustach. Auch die beiden anderen Männer wurden körperlich attackiert. Es kam zu einem heftigen Handgemenge.

Glück im Unglück: Trotz der gefährlichen Situation erlitten die Opfer nur leichte Verletzungen wie Prellungen und Schürfwunden. Schnitt- oder Stichverletzungen wurden nach Angaben der Polizei nicht festgestellt.

Mutige Passanten greifen ein

Mehrere Passanten reagierten blitzschnell. Unter ihnen befand sich auch ein Polizist in Zivil. Gemeinsam gelang es ihnen, den Angreifer innerhalb weniger Sekunden am Bahnhofsvorplatz zu überwältigen.

Kurz darauf trafen Streifen der Bundespolizei und der Würzburger Polizei ein und nahmen den Mann fest.

Der Tatverdächtige wurde noch am selben Tag einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft wegen dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung an. Der Mann sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

Polizei sucht weitere Zeugen

Die Kriminalpolizei Würzburg ermittelt nun mit Hochdruck. Ermittler sichern Spuren, werten Videoaufnahmen aus dem Bereich des Hauptbahnhofs aus und befragen Zeugen. Auch die Wohnung des Verdächtigen wurde durchsucht.

Noch immer ist unklar, welches Motiv hinter der Tat steckt.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Besonders wichtig sind Beobachtungen aus der Eingangshalle des Hauptbahnhofs sowie aus dem Umfeld des Zentralen Omnibusbahnhofs und der Kaiserstraße.

Erinnerungen an das Würzburger Messerdrama

Der Vorfall weckt bei vielen Menschen schmerzhafte Erinnerungen. Bereits im Juni zweitausendeinundzwanzig hatte ein somalischer Täter in Würzburg mit einem Küchenmesser mehrere Menschen angegriffen. Damals wurden drei Frauen getötet und zahlreiche weitere Menschen schwer verletzt.

Der Täter wurde später als schuldunfähig eingestuft und dauerhaft in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

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