An den Bundesminister für Landwirtschat Alois Rainer,
wir, die Unterzeichner, fordern Sie auf, das Mercosur-Freihandelsabkommen entschieden abzulehnen und sich auf EU-Ebene aktiv gegen seinen Abschluß einzusetzen. Das Abkommen ist kein fairer Freihandel, sondern ein systematisches Verarmungsprogramm für die deutsche Landwirtschaft.
Es öffnet die Tore für massenhafte Billigimporte aus Lateinamerika, die kleine und mittelständische Betriebe unterbieten und in den Ruin treiben. Gleichzeitig erstickt die heimische Überregulierung unsere Bauern zusätzlich. Früchte verrotten am Baum und Kartoffeln bleiben im Boden, weil die Ernte teurer ist als der Verkaufserlös.
Ernährungssicherheit und Souveränität geraten in Gefahr. Schützen Sie die deutschen Bauern, die regionale Lebensmittelversorgung und unsere Ernährungssouveränität! Sagen Sie Nein zu Mercosur!
Hintergrund
Das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen wird von der EU als Meilenstein des freien Handels gefeiert. Tatsächlich droht es, die deutsche Landwirtschaft systematisch zu schwächen und kleine sowie mittelständische Betriebe in den Ruin zu treiben.
Besonders in Deutschland, das noch eine starke Agrarstruktur hat, öffnet das Abkommen die Tore für billige Importe aus Lateinamerika, die lokale Produzenten unterbieten. Die heimische Überregulierung verschärft das Problem zusätzlich: Ein Geflügelzüchter kann seine Freilandhaltung dadurch nicht mehr rentabel betreiben. Ein Apfelbauer läßt seine Ernte am Baum verrotten, weil die Kosten den Erlös übersteigen. Massenhaft blieben Kartoffeln im Boden liegen.
Betriebe geben auf, und übrig bleiben Großkonzerne und Finanzinvestoren wie BlackRock, die Flächen aufkaufen und in industrielle Monokulturen verwandeln. Profite gehen vor Bodenschutz und Nachhaltigkeit. Die „Blackrockisierung“ der Landwirtschaft droht.
Die Corona-Krise zeigte bereits, wie gefährlich globale Abhängigkeiten sind: Lieferketten brachen zusammen und Grundgüter wurden knapp. Dasselbe droht bei Lebensmitteln durch Mercosur.
Wer Klimaschutz predigt, aber Produkte über Zehntausende Kilometer importiert, ist unglaubwürdig. Überlebenswichtige Grundnahrungsmittel würden globaler Spekulation ausgesetzt sein. Die Erhaltung regionaler, mittelständischer Bauernbetriebe ist entscheidend für bezahlbare, frische Lebensmittel aus der Nähe und für echte Ernährungssouveränität. Mercosur ist kein Wettbewerb – es ist ein Raubzug zu Lasten der bäuerlichen Existenz.